"Geschichte"

Ruth Cozzio-Studerus und Josef (Pepi) Gloor hatten bereits in jüngeren Jahren beim gemeinsamen Musizieren in der Musikgesellschaft Engelburg die Idee, im Hinblick auf die Pensionierung eine Ländlerformation zu gründen. Im Februar 2013 war es soweit: Ruth suchte für einen Auftritt im Kafi Marktstübli, Muolen eine Ländlerformation und wusste von der Pensionierung von Pepi Gloor.

Gespielt würden bekannte Kompositionen aus verschiedenen Ländlermusikheften, welche wir bereits damals nach den Musikproben ab und zu zum Besten gaben. Bruder Markus Studerus war als Bassist gesetzt. Hinzu kam Willi Bösch, Schwyzerörgeler aus Waldstatt, den Ruth Cozzio bereits kannte. Der spontane Auftritt machte allen Spass, das Weitermachen war beschlossene Sache.

Die variantenreiche Spielart der Bündner Ländlermusik prägte von Beginn an das Musizieren der Feinschmöcker. Fasziniert auch vom 3-stimmigen Klarinettenklang entschieden sich die Musikanten bald, eine 3. Klarinette «einzubauen». Die Tochter von Markus Studerus, Andrea Studerus, erklärte sich spontan bereit, mitzuspielen.

Sie war es dann auch, welche anlässlich eines kreativen Brain-Stormings den Namen «Feinschmöcker» als Name für die Formation einbrachte. Es war und ist Tradition, dass nach der Probe jeweils noch gegessen und getrunken und das Gesellige gepflegt wird. Die Idee, feine konzertante Ländlermusik zu spielen und sich an schönen Klängen zu erfreuen, führte in Kombination mit Kulinarischem und Kollegialem zur Namensgebung «Feinschmöcker».

Ein erster gemeinsamer Auftritt im Juli 2014 anlässlich eines 70sten Geburtstages war die musikalische Feuertaufe der «Feinschmöcker».

Leider musste die Formation schon bald einen ersten Austritt entgegennehmen. Andrea Studerus entschied sich nebst dem Beruf für eine Zweitwegmatura. Das Musizieren in der Engelburger Musik und der Buremusig Engelburg hatten für sie Vorrang, sodass sie sich entschied, mit der Ländlermusik aufzuhören.

Es ging alsdann darum, einen Ersatz für Andrea zu suchen, was rasch gelang. Zur Freude aller konnte sich Yvonne Kohler-Thalmann aus Sulgen für unsere Musik begeistern. Als studierte Rhythmiklehrerin und Dirigentin der Musikgesellschaft Mettlen fand sie noch Zeit für die Proben und die Vorbereitung.

Um die Begleitung weiter zu verstärken bestand der Wunsch nach einem zweiten Schwyzerörgeli. Auch in diesem Falle war der Formation das Glück hold, erhielt sie doch die Zusage von Elfi Künzle aus Oberuzwil. Elfi ist beruflich als Musikpädagogin tätig und findet bei den Feinschmöckern einen Ausgleich zur täglichen Arbeit mit ihren Schülern.

Wie bereits erwähnt, pflegt die Ländlerkapelle Feinschmöcker den Bündner Stil mit drei Klarinetten, zwei Schwyzerörgeli und Bass. Das Repertoire setzt sich aus verschiedensten Kompositionen zusammen: Von Urs Mangold über Domenig Janett, Thomas Wenger, Arno Jehli etc. Aber auch Stücke des verstorbenen Onkels von Pepi Gloor, Carlo Fagagnini, sind dabei.

Die bisherigen Auftritte fanden mehrheitlich im familiären Rahmen statt. Es ging auch darum, ein angemessenes, vielseitiges Konzertprogramm gezielt einzustudieren. Mit dem Einrichten einer Home-Page und dem Einspielen von drei Kompositionen im Januar 2017, welche unter «Beispielmusik» abgehört werden können, möchten wir uns nun der Öffentlichkeit für Auftritte empfehlen. Die Feinschmöcker wünschen allen Zuhörerinnen und Zuhörern viel Vergnügen!